UBS reicht Subprime-Risiken weiter

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21. Mai 2008

Die UBS hat Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) mit meist schwacher Bonität (Subprime) im Volumen von 15 Mrd. USD an den US-Vermögensverwalter Blackrock verkauft. Für die Schweizer Großbank bleibt der Abbau von Risiken ein wesentlicher Bestandteil der laufenden finanziellen Restrukturierung.

Hi, KÖLN, 21.5.2008. Die schweizerische Bank UBS AG hat den angekündigten Verkauf forderungsbesicherter Wertpapiere im Volumen von 15 Mrd. USD an den US-Vermögensverwalter Blackrock Inc abgeschlossen. Käufer der Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) mit meist schwacher Bonität (Subprime) oder einem Alt-A-Rating ist ein neu gegründeter Fonds für gefährdete Papiere, der vom globalen Vermögensverwalter BlackRock verwaltet wird. Für UBS bleibe der Abbau von Risiken ein wesentlicher Bestandteil der laufenden finanziellen Restrukturierung, und dieser Verkauf sei ein großer Schritt hin zu einem weiteren Abbau unserer Positionen in dieser Anlagekategorie. Die Risiken der verbleibenden Altlasten würden weiterhin flexibel und im Interesse der Aktionäre verwaltet. UBS verkaufte dem neuen Fonds Positionen mit einem Nominalwert von rund 22 Mrd. USD für einen Verkaufspreis von insgesamt rund 15 Mrd. USD. Der Fonds kauft die Papiere mit rund 3,75 Mrd USD an Mitteln, die BlackRock bei Anlegern aufgenommen hatte, sowie mit einem mehrjährigen, besicherten und befristeten Kredit von UBS in Höhe von rund 11,25 Mrd. USD. Die UBS hatte wegen ihres Engagements im Subprime-Bereich und der Finanzmarktkrise im vergangene Jahr und auch im ersten Quartal 2008 deutliche Verluste geschrieben.