Trichet: Inflationsrisiken nehmen zu

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05. Mai 2008
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Von Nina Koeppen

Die globale Inflationsentwicklung unterliegt nach Einschätzung von Jean-Claude Trichet, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), auch weiterhin deutlichen Aufwärtsrisiken. "Die Inflationsrisiken sind signifikant", sagte Trichet am Montag in Basel nach einem Treffen von Notenbankern unter dem Dach der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Trichet verwies besonders auf die steigenden Preise von Öl, Nahrungsmitteln und anderen Rohstoffen und sagte, in dieser Hinsicht dürften die Zentralbanken nicht nachlässig sein.

Trichet sagte weiter, das gegenwärtige Inflationsniveau dürfte nicht von längerer Dauer sein. Zweitrundeneffekte infolge der gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise auf Lohntarife und Güterpreise müssten vermieden werden. Der EZB-Präsident bezeichnete das globale Wirtschaftswachstum als signifikant. "Dank der bemerkenswerten Widerstandsfähigkeit vieler Schwellenländer sehen wir ein anhaltendes Wachstum auf signifikantem Niveau, auch wenn es etwas schwächer als im vergangenen Jahr ausfallen dürfte", sagte Trichet.