Bankenverband macht Weg frei für Privatisierung der HSH Nordbank

ERM
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11. Oktober 2018
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Redaktion RISIKO MANAGER

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat eine Lösung im Streit um die HSH Nordbank erreicht. Der BdB habe sich nach intensiven Verhandlungen mit allen Beteiligten auf einen Übergang der HSH vom öffentlich-rechtlichen in den privaten Einlagensicherungsfonds geeinigt, sagte BdB-Präsident Hans-Walter Peters dem Handelsblatt.

Die HSH soll an die Beteiligungsgesellschaft Cerberus und andere Finanzinvestoren verkauft werden. Der Wechsel des Einlagensicherungssystems war dabei die größte verbliebene Hürde. Die HSH soll nun bis Ende 2021 im öffentlich-rechtlichen Einlagensicherungssystem verbleiben. Wenn sie alle Kriterien erfülle, werde sie ab 2022 dann beim BdB sofort den vollen Schutzumfang erhalten, sagte Peters. Aus seiner Sicht könnten nach dem gleichen Muster künftig auch andere Landesbanken wie die NordLB privatisiert werden und dann in den BdB-Sicherungsfonds wechseln "Der Bankenverband hat dafür eine Brücke gebaut, über die nicht nur die HSH, sondern auch andere Institute gehen können", so der BdB-Präsident. "Es ist sicher eine gute Blaupause für andere Banken." (DJN) 

 

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